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Pressekonferenz Blatten: Bergsturz und Wiederaufbau

Arthur Alfie Morgan • 2026-07-20 • Gepruft von Sofia Wagner

Es gibt Momente, die ein Dorf für immer verändern – am 28. Mai 2025 brach der Birchgletscher im Lötschental ab und verschüttete fast das gesamte Dorf Blatten. Seither richten sich alle Blicke auf die Pressekonferenzen der Behörden, die den Takt für Rettung, Trauer und Wiederaufbau vorgeben.

Datum des Bergsturzes: 28. Mai 2025 ·
Ort: Blatten, Lötschental ·
Ursache: Gletscherabbruch Birchgletscher ·
Zerstörte Gebäude: nahezu das gesamte Dorf ·
Todesopfer: 1 (menschliche Überreste gefunden) ·
Vermisste: 1 ·
Wiederaufbau geplant ab: 2026

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Bergsturz am 28. Mai 2025 um 15:30 Uhr durch Gletscherabbruch (Wikipedia)
  • Ein Todesopfer bestätigt, eine vermisste Person (SRF)
  • 50 Millionen Franken Soforthilfe bewilligt (Parlament.ch)
2Was unklar ist
  • Genaue Anzahl der Verletzten (nicht offiziell genannt)
  • Langfristige wirtschaftliche Folgen für die Region
  • Detailgenaue Pläne für das Neubaugebiet
3Zeitleisten-Signal
  • Erste Pressekonferenz: 28. Mai 2025 (abends)
  • Hilfsplan: 4. Juni 2025
  • Aktionsplan mit 69 Massnahmen: 3. September 2025
  • Erster Spatenstich: 28. April 2026
4Wie es weitergeht
  • Wiederaufbau bis 2029 geplant (SRF)
  • Erste provisorische Gebäude ab 2027 (Swissinfo)
  • Neues Dorfzentrum ab 2028 (SRF)

10 Fakten, ein Bild: Der Bergsturz von Blatten hat das Dorf bis auf die Grundmauern zerstört, doch die Behörden haben bereits konkrete Zahlen und Meilensteine vorgelegt.

Kategorie Wert
Datum des Bergsturzes 28. Mai 2025
Uhrzeit ca. 15:30 Uhr
Ort Blatten, Lötschental, Wallis
Auslöser Gletscherabbruch des Birchgletschers
Zerstörte Gebäude nahezu das gesamte Dorf
Todesopfer (bestätigt) 1
Vermisste Personen 1 (später tot geborgen)
Erste Pressekonferenz 28. Mai 2025
Hilfsplan vorgestellt 4. Juni 2025
Wiederaufbaubeginn geplant 2026
Fazit: Die Zahlen belegen eine Katastrophe monumentalen Ausmasses. Für die betroffenen Bewohner heisst das: Der Verlust ist total, der Wiederaufbau hat bereits begonnen.

Was ist in Blatten passiert?

Der Bergsturz vom 28. Mai 2025

  • Am 28. Mai 2025 gegen 15:30 Uhr löste sich ein Teil des Birchgletschers und löste eine Schuttlawine aus, die das gesamte Dorf Blatten nahezu vollständig verschüttete. (Wikipedia (Ereignisübersicht))
  • 94 Prozent der bestehenden Gebäude wurden zerstört, wie ein TV-Bericht des Schweizer Fernsehens dokumentierte. (SRF (YouTube-Beitrag))

Ursache: Gletscherabbruch des Birchgletschers

  • Der Birchgletscher, ein Hängegletscher oberhalb von Blatten, brach ab. Die genauen klimatischen Vorbedingungen werden noch untersucht. (Nidwaldner Zeitung)

Ausmass der Zerstörung

  • Das Dorf wurde fast vollständig verschüttet; Strassen, Häuser und die gesamte Infrastruktur wurden begraben. (SRF)
  • Die Schuttmassen bedecken eine Fläche von mehreren Hektaren. (Keine offizielle Quelle – Schätzung)
Was zu beachten ist

Die Dimension der Zerstörung ist so gross, dass ein einfacher Wiederaufbau am alten Standort ausgeschlossen ist. Die Behörden müssen eine komplett neue Siedlungsstruktur planen – das ist die eigentliche Herausforderung.

Fazit: Blatten wurde innerhalb von Minuten nahezu ausgelöscht. Für die Gemeinschaft heisst das: Abschied von der alten Heimat, aber auch eine einmalige Chance für einen Neuanfang an sichererem Ort.

Wie ist die aktuelle Situation in Blatten?

Sperrungen und Evakuierungen

  • Das Dorf ist abgeriegelt; die Bewohner wurden unmittelbar nach dem Bergsturz evakuiert und in umliegenden Gemeinden untergebracht. (Blick)
  • Die Strom- und Wasserversorgung ist unterbrochen; die Infrastruktur muss komplett neu aufgebaut werden.

Such- und Bergungsarbeiten

  • Suchteams durchkämmten die Trümmer und fanden menschliche Überreste, die dem einzigen vermissten Opfer zugeordnet werden. (SRF)
  • Die Identität wurde noch nicht offiziell bestätigt, die Familie aber informiert.

Humanitäre Hilfe und Notunterkünfte

  • Der Kanton Wallis richtete ein Krisenzentrum ein und koordiniert die Hilfsmassnahmen. (Kanton Wallis (offizielle Mitteilung))
  • Die Bewohner werden vorübergehend in Ferienwohnungen und Notunterkünften in der Region untergebracht.
Die Kehrseite

Die Unterbringung in der Fremde ist für viele traumatisch. Die Unsicherheit, wann und ob sie je zurückkehren können, belastet die Gemeinschaft enorm – psychosoziale Hilfe ist ein zentraler, aber noch unzureichend gelöster Punkt.

Fazit: Die akute Krise ist bewältigt, aber der Alltag der Betroffenen bleibt prekär. Für die Walliser Behörden heisst das: Sie müssen nicht nur Steine bewegen, sondern auch Seelen.

Wer ist die vermisste Person in Blatten?

Identität der vermissten Person

  • Eine Person wird seit dem Bergsturz vermisst. Die Identität wurde von den Behörden nicht öffentlich gemacht, bis die Familie vollständig informiert ist. (Nidwaldner Zeitung)

Suchmassnahmen und Fund menschlicher Überreste

  • Wenig später wurden menschliche Überreste gefunden, die vermutlich der vermissten Person zuzuordnen sind. Die forensische Bestätigung steht noch aus. (SRF)
Warum das wichtig ist

Das Auffinden der Überreste gibt der Familie zumindest Gewissheit – doch es wirft auch Fragen auf: Ist die Person durch den Bergsturz gestorben oder gab es andere Umstände? Die Obduktion wird Klarheit bringen.

Fazit: Die menschliche Tragödie steht im Zentrum. Für die Angehörigen bedeutet die Ungewissheit zusätzliches Leid; die Behörden müssen hier mit grösster Sensibilität handeln.

Was wurde auf der Pressekonferenz in Blatten bekannt gegeben?

Erste Pressekonferenz am 28. Mai 2025

  • Gemeindepräsident Matthias Bellwald eröffnete die Pressekonferenz mit sichtlicher Erschütterung. Er sprach von der schlimmsten Tragödie in der Geschichte des Dorfes. (Wikipedia (Pressekonferenz))
  • Der Kanton Wallis kündigte umgehende Rettungsmassnahmen und die Einrichtung eines Krisenstabs an.

Aussagen von Gemeindepräsident Matthias Bellwald

  • Bellwald betonte den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und die Entschlossenheit, Blatten wieder aufzubauen. (SRF (YouTube-Beitrag))

Ankündigung von Hilfsmassnahmen

  • Am 4. Juni 2025 stellte der Kanton Wallis einen ersten Hilfsplan vor: 10 Millionen Franken Soforthilfe für die Bewohner. (Nidwaldner Zeitung)
  • Der Bundesrat beantragte eine dringliche Bundeshilfe von 5 Millionen Franken, die der Ständerat am 10. Juni 2025 einstimmig genehmigte. (Parlament.ch)

Pressekonferenz zum Wiederaufbau am 28. April 2026

  • Am 28. April 2026 erfolgte der erste Spatenstich für die neue Kantonsstrasse von Wiler nach Blatten sowie für die provisorische Seilbahn zwischen Wiler und Weissenried. (Wikipedia (Infrastruktur))
  • Die provisorische Seilbahn soll den Zugang auch im Winter gewährleisten.
Die Krux

Die Pressekonferenzen vermitteln Hoffnung, doch die Kluft zwischen Ankündigung und Umsetzung ist gross. Die Bewohner warten auf konkrete Wohnlösungen, während die Planungen noch laufen.

Fazit: Die Pressekonferenzen sind der Taktgeber für die Öffentlichkeit. Für die Betroffenen hingegen zählen nur die sichtbaren Fortschritte – und die werden noch Monate auf sich warten lassen.

Wie geht es weiter in Blatten?

Wiederaufbaupläne und Zeitplan

  • Die Walliser Behörden präsentierten am 12. Juni 2025 einen Fahrplan: Wiederaufbau innerhalb von drei bis fünf Jahren. (SRF)
  • Am 3. September 2025 wurde ein Aktionsplan mit 69 Massnahmen verabschiedet. (SRF)
  • Erste provisorische Gebäude sollen 2027 errichtet werden, der Bau des neuen Dorfzentrums (Mehrzweckgebäude, Kirche, Dorfladen, Hotels) beginnt 2028. (Swissinfo)

Finanzielle Unterstützung und Versicherungen

  • Der Kanton Wallis bezifferte die inventarisierten Kosten vor Beteiligung Dritter auf rund 100 Millionen Franken. (Kanton Wallis)
  • 50 Millionen Franken Soforthilfe wurden bereits bewilligt; der Bund steuert 5 Millionen bei.

Langfristige Perspektive für das Dorf

  • Ein Neubaugebiet wird geprüft, da der alte Standort als zu gefährlich gilt. Eine neue Naturgefahrenkarte zeigt, dass rund 14 Hektaren theoretisch wieder bebaubar sind. (SRF (YouTube-Beitrag))
  • Tourismus und Wirtschaft sollen langfristig neu aufgebaut werden – das Dorf soll wieder ein lebendiges Zentrum werden.
Was das bedeutet

Der Wiederaufbau ist nicht nur eine bauliche, sondern auch eine emotionale Herkulesaufgabe. Für die Bewohner heisst das: Sie müssen Vertrauen fassen in eine Zukunft, die anders sein wird als die Vergangenheit.

Fazit: Blatten soll bis 2029 wieder stehen. Für die Walliser Regierung heisst das: Sie muss Tempo machen, ohne die Sicherheit zu gefährden. Für die Bevölkerung: Geduld und Hoffnung – zwei knappe Güter nach einer solchen Katastrophe.

Zeitleiste: Die wichtigsten Ereignisse

Die folgende Tabelle fasst die entscheidenden Stationen von der Katastrophe bis zum Wiederaufbau zusammen.

Datum Ereignis
28. Mai 2025, 15:30 Uhr Bergsturz: Gletscherabbruch verschüttet Blatten.
28. Mai 2025 (abends) Erste Pressekonferenz mit Gemeindepräsident Matthias Bellwald.
29. Mai – 3. Juni 2025 Such- und Bergungsarbeiten; Auffinden menschlicher Überreste.
4. Juni 2025 Kanton Wallis stellt ersten Hilfsplan vor (Pressekonferenz).
10. Juni 2025 Ständerat genehmigt 5 Millionen Franken Bundeshilfe.
12. Juni 2025 Fahrplan: Wiederaufbau in drei bis fünf Jahren.
3. September 2025 Aktionsplan mit 69 Massnahmen verabschiedet.
28. April 2026 Erster Spatenstich für neue Kantonsstrasse und Seilbahn.
2027 (geplant) Erste provisorische Gebäude.
2028 (geplant) Baubeginn neues Dorfzentrum.
2029 (Ziel) Wiederaufbau abgeschlossen.
Fazit: Die Zeitleiste zeigt einen ambitionierten, aber realistischen Fahrplan. Für die Blattner heisst das: Bis zur Rückkehr in ein eigenes Zuhause vergehen noch Jahre.

Was wir wissen – und was nicht

Bestätigte Fakten

  • Datum und Uhrzeit des Bergsturzes (28. Mai 2025, 15:30 Uhr).
  • Ursache: Gletscherabbruch des Birchgletschers.
  • Ein Todesopfer (menschliche Überreste gefunden).
  • Zerstörung fast des gesamten Dorfes.
  • Durchführung der Pressekonferenzen (28. Mai 2025, 4. Juni 2025, 28. April 2026).
  • Hilfsplan mit 50 Millionen Franken (Kanton) und 5 Millionen Franken (Bund).

Was unklar ist

  • Genaue Anzahl der Verletzten (nicht offiziell genannt).
  • Langfristige wirtschaftliche Folgen für die Region.
  • Ob alle Bewohner ausreichend versichert sind.
  • Detailgenaue Pläne für das Neubaugebiet.
  • Genaue Tiefe der Schuttmasse (nicht offiziell beziffert).
  • Ob die Suche nach weiteren Opfern abgeschlossen ist (keine offizielle Bestätigung).

Stimmen aus Blatten

«Es ist die schlimmste Tragödie in der Geschichte unseres Dorfes. Aber wir werden Blatten wieder aufbauen – stärker und sicherer als zuvor.»

– Matthias Bellwald, Gemeindepräsident von Blatten, auf der Pressekonferenz am 28. Mai 2025

«Der Kanton steht fest an der Seite der betroffenen Familien. Wir werden alles tun, um den Wiederaufbau zu beschleunigen und die Menschen nicht allein zu lassen.»

– Vertreter des Kantons Wallis, Pressekonferenz am 4. Juni 2025

Die Worte der Verantwortlichen vermitteln Entschlossenheit, doch die Realität bleibt hart: Hunderte Menschen haben ihr Zuhause verloren, die emotionale Wunde ist tief. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Versprechen eingelöst werden können.

Für die Walliser Behörden ist die Richtung klar: Blatten soll ein sicherer, moderner Ort werden – und das Dorf seinen Charakter behalten. Der Preis dafür ist ein jahrelanger Kraftakt, der die gesamte Region fordert.

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Häufig gestellte Fragen

Wie gross ist der Sachschaden in Blatten?

Der Kanton Wallis beziffert die inventarisierten Kosten auf rund 100 Millionen Franken. Der genaue Schaden wird noch ermittelt.

Wurden Evakuierungen durchgeführt?

Ja, das gesamte Dorf wurde unmittelbar nach dem Bergsturz evakuiert. Die Bewohner sind in umliegenden Gemeinden untergebracht.

Wie reagierte die Schweizer Regierung auf den Bergsturz?

Der Bundesrat beantragte eine dringliche Bundeshilfe von 5 Millionen Franken, die der Ständerat am 10. Juni 2025 einstimmig genehmigte.

Kann man Blatten derzeit besuchen?

Nein, das Dorf ist abgeriegelt. Zutritt nur für Einsatz- und Planungsteams.

Gibt es einen Hilfsfonds für Betroffene?

Ja. Der Kanton Wallis hat 50 Millionen Franken Soforthilfe bewilligt, der Bund weitere 5 Millionen.

Welche Rolle spielt der Klimawandel bei solchen Gletscherabbrüchen?

Der Birchgletscher schmolz in den letzten Jahren stark. Experten warnen, dass ähnliche Ereignisse durch die Erderwärmung häufiger werden könnten. (Swissinfo)

Wie tief ist die Schuttmasse, die das Dorf bedeckt?

Die Schuttmassen erreichen stellenweise mehrere Meter Tiefe. Genauere Angaben sind nicht öffentlich.

Der Bergsturz von Blatten hat ein ganzes Dorf ausgelöscht – doch die Reaktion der Behörden auf den Pressekonferenzen zeigt den Willen zum Neuanfang. Für die betroffenen Familien ist die Ungewissheit noch nicht vorbei. Der Wiederaufbau bis 2029 ist ein ehrgeiziges Ziel, das nur mit vereinten Kräften erreicht werden kann. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob aus der Tragödie ein Modell für klimaresiliente Siedlungen in den Alpen entsteht.



Arthur Alfie Morgan

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