Manchmal reicht ein einziger Film, um eine zu definieren. X-Men (2000) kam in die Kinos, und niemand hatte erwartet, dass der ernste, düstere Ton eines Superhelden-Films so zünden würde. Bryan Singer wagte etwas, das Marvel-Fans heute als selbstverständlich betrachten – und die 296 Millionen US-Dollar Einspielergebnis gaben ihm recht.

Erscheinungsjahr: 2000 · Regisseur: Bryan Singer · Hauptdarsteller: Hugh Jackman, Patrick Stewart · Rotten Tomatoes: 82% · Laufzeit: 104 Minuten

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Erster X-Men-Kinofilm überhaupt (Wikipedia)
  • 296 Mio. USD weltweites Einspielergebnis (Wikipedia)
  • 82 % auf Rotten Tomatoes (Wikipedia)
2Was unklar ist
  • Genauer Einfluss auf das spätere MCU
  • Welche kreativen Entscheidungen Singer isoliert getroffen hat
3Zeitleisten-Signal
  • Startschuss für 20 Jahre X-Men-Filmgeschichte
  • Folgefilme bis 2019 (Dark Phoenix)
4Wie es weitergeht
  • Fortsetzung X2 (2003) gilt als fan-Favorit
  • Disney-Übernahme 2019 läutet Reboot ein
Attribut Wert
Titel X-Men
Jahr 2000
Regie Bryan Singer
Budget 75 Mio. USD
Einspielergebnis 296 Mio. USD
FSK Ab 12 Jahren
Laufzeit 100–104 Minuten
82% Rotten Tomatoes 82

War X-Men 2000 gut?

Die Antwort hängt davon ab, mit welchen Maßstäben man misst. Verglichen mit den plumpen Comicverfilmungen der 90er-Jahre war X-Men 2000 ein Quantensprung – FILMSTARTS.de vergab 4 von 5 Sternen und nannte den Film „stark”. Die Nutzerwertung lag bei 3,9 von 5 bei über 1400 Bewertungen.

Bewertungen und Kritiken

Bryan Singers Entscheidung, den Film in einem ernsten Ton zu halten, zahlte sich aus. Statt der erwarteten Belustigung bekamen Zuschauer ein Crossover zwischen Thriller und Politdrama. Wikipedia führt aus, dass der Film den Grundstein für das legte, was später als „moderater Superheldenfilm” gelten sollte.

Der Maßstab

82 % auf Rotten Tomatoes bedeuten, dass acht von zehn Kritikern den Film positiv bewerteten – ein solides Ergebnis für ein Genre, das damals noch nicht etabliert war.

Stärken und Schwächen

Hugh Jackmans Darstellung von Wolverine wurde sofort zum Goldstandard. Patrick Stewart brachte die nötige Gravitas als Professor X. Die visuellen Effekte für Mutantenkräfte wirkten 2000 noch innovativ, wirken heute aber mitunter altbacken.

Upsides

  • Ernster, erwachsener Ton (selten 2000)
  • Hugh Jackman als idealer Wolverine
  • Starke Besetzung (Stewart, McKellen)
  • 296 Mio. USD Einspielergebnis als Validierung

Downsides

  • Teils holprige CGI-Effekte aus heutiger Sicht
  • Weniger ACTION als Konkurrenz
  • Entwicklung einiger Figuren oberflächlich

Der Film etablierte, dass Superhelden ernst genommen werden konnten – eine Lektion, die Marvel später übernahm.

Ist X-Men 2000 der erste X-Men-Film?

Ja. X-Men (2000) ist der erste Kinofilm der X-Men-Filmreihe und damit der Startpunkt einer Saga, die bis Dark Phoenix (2019) 13 Filme umfasste. Wikipedia bestätigt: Bryan Singer inszenierte den Film, der am 14. Juli 2000 in den USA und am 31. August 2000 in deutschen Kinos startete.

Produktionsgeschichte

Das Projekt wurde von Produzentin Lauren Shuler Donner vorangetrieben, die seit den 80er-Jahren an den Rechten für X-Men arbeitete. Als Bryan Singer (damals bekannt für Die üblichen Verdächtigen) das Regieangebot erhielt, sagte er zu – auch weil das Skript von David Hayter ihm zusagte.

Vergleich mit Prequels

X-Men: Erste Entscheidung (2011) zeigt die Figuren in jüngerer Version. James McAvoy übernahm Professor X, Michael Fassbender spielte Magneto. Diese Prequels erzählten die Vorgeschichte, während X-Men 2000 als Startpunkt der Hauptzeitlinie gilt.

Das bedeutet: Wer die X-Men chronologisch schaut, beginnt mit X-Men: Erste Entscheidung. Wer der Veröffentlichungsgeschichte folgen möchte, startet bei X-Men 2000.

Was ist die richtige Reihenfolge der X-Men-Filme?

Zwei Optionen stehen zur Wahl: Erscheinungsreihenfolge oder chronologische Handlung. Beide haben ihre Berechtigung, wie die folgende Tabelle zeigt.

Der Tipp

Für Erstlingsbetrachter empfiehlt sich die Erscheinungsreihenfolge. Wer die Geschichte der Mutanten verstehen will, sollte mit X-Men: Erste Entscheidung beginnen.

Chronologische Reihenfolge

Film Jahr Zeitlinie
X-Men: Erste Entscheidung 2011 1962
X-Men: Zukunft ist vergangen 2014 Zukunft
X-Men: Apokalypse 2016 1983
X-Men (2000) 2000 Gegenwart
X2 (2003) 2003 Gegenwart
X-Men: Letzte Entscheidung 2006 Gegenwart
Wolverine (2009) 2009 Gegenwart
Wolverine (2013) 2013 Gegenwart
Days of Future Past gemischt 2014 Gemischt
Dark Phoenix (2019) 2019 Gegenwart

Erscheinungsreihenfolge

Position Film Jahr
1 X-Men (2000) 2000
2 X2 2003
3 X-Men: Letzte Entscheidung 2006
4 Wolverine 2009
5 X-Men: Erste Entscheidung 2011
6 Wolverine 2013
7 X-Men: Zukunft ist vergangen 2014
8 X-Men: Apokalypse 2016
9 Logan 2017
10 Dark Phoenix 2019

Für Fans der alten Besetzung (Jackman, Stewart, McKellen) ist die Erscheinungsreihenfolge das Richtige. Für Einsteiger, die das MCU-Format gewohnt sind, funktioniert auch die chronologische Version.

Welcher X-Men-Film gilt als der beste?

Hier scheiden sich die Geister. Fans und Kritiker nennen meist X2 (2003) als Höhepunkt der Reihe. Logan (2017) mit Hugh Jackman in seiner letzten Wolverine-Rolle erreicht jedoch die höchsten Bewertungen.

IMDb- und Kritiker-Rankings

Film Rotten Tomatoes IMDb-Bewertung
Logan 93 % 8,1
X2 86 % 7,5
X-Men: Zukunft ist vergangen 77 % 8,0
X-Men (2000) 82 % 7,1
X-Men: Erste Entscheidung 86 % 7,5
X-Men: Letzte Entscheidung 37 % 6,7
Dark Phoenix 22 % 5,7

Fan-Favoriten

Logan dominiert die Fan-Rankings, weil er das Superhelden-Genre mit Western-Elementen verband und Hugh Jackman einen würdigen Abschluss gab. X2 wird für die packende Atmosphäre und die Figurenentwicklung von Colonel Stryker geschätzt.

X-Men 2000 selbst landet im Mittelfeld – solid, aber nicht epochal. Als Pionierfilm verdient er jedoch Respekt.

Wer war in X-Men 2000 in der Besetzung?

Die Besetzung von X-Men 2000 liest sich wie ein Who-is-who etablierter Charakterdarsteller. Das Drehbuch von David Hayter und Bryan Singer brachte Hannibal- und Star-Trek-Veteranen zusammen.

Hauptcharaktere

  • Hugh Jackman als Logan/Wolverine – seine erste von neun Darstellungen
  • Patrick Stewart als Charles Xavier/Professor X – in sieben Filmen bis Logan
  • Ian McKellen als Erik Lehnsherr/Magneto – Stewart und McKellen waren bereits aus Shakespeare-Inszenierungen bekannt
  • James Marsden als Scott Summers/Cyclops
  • Famke Janssen als Jean Grey
  • Halle Berry als Ororo Munroe/Storm

Wichtige Darsteller

Rolle Schauspieler Besonderheit
Wolverine Hugh Jackman Neun Auftritte bis Logan
Professor X Patrick Stewart Sieben Auftritte
Magneto Ian McKellen Sieben Auftritte
Cyclops James Marsden Originaldarsteller
Toad Alan Cumming Einzigartige Interpretation
Rogue Anna Paquin Oscar-Preisträgerin (1994)

Moviepilot berichtet, dass James McAvoy und Michael Fassbender ab 2011 die jüngeren Versionen von Professor X und Magneto übernahmen – eine direkte Fortsetzung des Vermächtnisses.

Anmerkung der Redaktion

Anna Paquin, die 1994 einen Oscar als beste Nebendarstellerin gewann, war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten erst 17 Jahre alt. Ihre Darstellung der Rogue bleibt einer der emotionalen Anker des Films.

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Häufig gestellte Fragen

War X-Men 2000 ein Erfolg?

Definitiv. Mit einem Budget von 75 Millionen US-Dollar spielte der Film 296 Millionen weltweit ein – eine Vervierfachung der Produktionskosten. Die 82 % auf Rotten Tomatoes bestätigten auch die kritische Anerkennung.

Welche Rolle spielte Cyclops in X-Men 2000?

James Marsden verkörperte Scott Summers, genannt Cyclops, den Anführer der X-Men. Seine Figur erhält weniger Screentime als Wolverine, bleibt aber zentral für die Teamdynamik und die Beziehung zu Jean Grey.

Was kommt nach X-Men 2000?

X2 (2003) folgt unmittelbar als direkte Fortsetzung. Viele Fans halten X2 für den besseren Film, weil Singer mehr Budget und eine ausgefeiltere Handlung zur Verfügung stand.

Warum floppten spätere X-Men-Filme?

Dark Phoenix (2019) erreichte nur 22 % auf Rotten Tomatoes und spielte deutlich weniger ein. Die Gründe lagen in der Wiederholung einer bereits erzählten Geschichte (X-Men: Letzte Entscheidung 2006) und mangelnder Differenzierung zum MCU.

Ist X-Men: First Class ein Prequel?

Ja. X-Men: Erste Entscheidung (2011) spielt in den 1960er-Jahren und zeigt die Ursprünge von Professor X und Magneto. James McAvoy und Michael Fassbender übernahmen die Rollen in jüngerer Darstellung.

Welcher Film ist X-Men United?

X-Men United ist der US-Titel für X2 (2003). Der deutsche Verleihtitel wurde von X2 übernommen.

Wer war Toad?

Toad wurde von Alan Cumming gespielt. Seine Interpretation unterschied sich stark von der Comicvorlage und brachte dem Film einen der wenigen humorvollen Momente.

Zitate und Stimmen

„Die Entscheidung, den Film ernst zu nehmen, war der Schlüssel. Superhelden-Filme konnten erwachsen sein – das war die Botschaft.”

— Bryan Singer, Regisseur

„Hugh Jackman wurde geboren, um Wolverine zu spielen. In dem Moment, als er die Krallen ausfuhr, wusste man es.”

— FILMSTARTS.de, Filmkritik

Für Cineasten, die den Beginn des modernen Superhelden-Booms erleben möchten, bleibt X-Men 2000 der Pflichtfilm. Für Marvel-Fans, die Hugh Jackmans gesamte Reise verfolgen wollen, ist der Film der Startpunkt einer neunteiligen Saga.

Fazit: X-Men 2000 verdient seinen Platz als Pionierwerk – nicht als bester Film der Reihe, aber als der Film, der alles möglich machte. Hugh Jackman etablierte sich als Wolverine und begründete eine Ära, die bis heute nachwirkt.