
Mini Countryman Cooper S ALL4: Lohnt sich der Allrad
Wer sich für einen Mini Countryman interessiert, steht schnell vor einer Frage: Lohnt sich der Aufpreis für den Allradantrieb ALL4? Der Cooper S ALL4 bringt es auf 241 PS und 400 Nm – Daten, die im Alltag für ordentlich Vortrieb sorgen. In diesem Artikel erfahren Sie, was das ALL4-System wirklich taugt, wo die Unterschiede zum SE ALL4 liegen und welche Baujahre Sie meiden sollten.
Leistung (S ALL4): 241 PS ·
Drehmoment (S ALL4): 400 Nm ·
Beschleunigung 0–100 km/h: 6,2 s ·
Allradsystem: ALL4 (elektronisch geregelt) ·
Kofferraumvolumen: ca. 450–1.390 Liter
Kurzüberblick
- Der Mini Countryman S ALL4 hat 241 PS und ein Drehmoment von 400 Nm (Edmunds US-Marktübersicht zum 2026er Countryman).
- Das ALL4-System ist ein bedarfsgesteuerter Allradantrieb (Motor1 Deutschland Fachtest zum Countryman ALL4).
- Modelle der Baujahre 2011–2013 haben gehäuft Getriebeprobleme (auto motor und sport Testdatenblatt).
- Die genauen Wartungskosten des ALL4-Systems im Vergleich zum Frontantrieb sind herstellerunabhängig schwer zu beziffern.
- Die reale elektrische Reichweite des SE ALL4 variiert stark je nach Fahrweise und Außentemperatur.
- 2011: Einführung des Mini Countryman mit optionalem ALL4-Allradantrieb. (Angurten Modellübersicht Countryman II)
- 2017: Start der zweiten Generation (F60) mit modernisiertem ALL4-System (Angurten Modellübersicht Countryman II).
- 2024: Markteinführung der dritten Generation (U25) mit leistungsgesteigerten Motoren. (Angurten Modellübersicht Countryman II)
- Die dritte Generation (U25) startet 2024 mit neuen Motoren und Hybridvarianten – der ALL4 bleibt eine Option. (Motorpoint Modellguide zur Countryman-Palette)
- Für 2026 plant Mini eine vollelektrische Countryman-Variante mit Allrad (Motorpoint Modellguide zur Countryman-Palette).
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Daten des aktuellen Cooper S ALL4 zusammen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Modellgeneration | Dritte Generation (U25, seit 2024) |
| Motor | 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner |
| Leistung | 241 PS (177 kW) |
| Drehmoment | 400 Nm |
| Getriebe | 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DKG) |
| Antrieb | ALL4 (bedarfsgesteuerter Allradantrieb) |
| Beschleunigung (0–100 km/h) | 6,2 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | 233 km/h |
| Kofferraumvolumen | ca. 450–1.390 Liter |
| Leergewicht | ca. 1.580 kg |
Die Implikation: Mit 1.580 kg Leergewicht liegt der ALL4 deutlich über dem Fronttriebler – das spürt man in der Kurvenagilität, nicht nur am Zapfhahn.
Lohnt sich der Mini ALL4?
Vorteile des ALL4-Antriebs
- Mehr Traktion und Fahrsicherheit bei Nässe und Schnee – das System verteilt die Kraft elektronisch geregelt auf alle vier Räder (Motor1 Deutschland Fahrbericht zum Countryman ALL4).
- Der ALL4 verbessert die Beschleunigung aus dem Stand, besonders auf rutschigem Untergrund.
Wer regelmäßig im Winter oder auf Landstraßen unterwegs ist, profitiert von der zusätzlichen Bodenhaftung – der ALL4 macht den Countryman zu einem echten Ganzjahresfahrzeug.
Nachteile und höherer Verbrauch
- Der Mehrverbrauch liegt im realen Betrieb bei etwa 0,5–1,0 Liter pro 100 km (auto motor und sport Testdaten zum Countryman ALL4).
- Der Aufpreis zum Frontantrieb beträgt rund 2.000–3.000 Euro.
- Das höhere Leergewicht (ca. 1.580 kg) wirkt sich auf die Agilität aus.
Die Implikation: Der ALL4 lohnt sich vor allem für Fahrer, die regelmäßig mit schlechten Wetterbedingungen oder unbefestigten Wegen konfrontiert sind. Für reine Stadtfahrer ist der Mehrpreis schwer zu rechtfertigen.
Was bedeutet ALL4 beim Mini Cooper?
Technik des ALL4-Systems
- ALL4 ist ein bedarfsgesteuerter Allradantrieb mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung (Wikiwand Modellbeschreibung Mini Countryman).
- Im Normalbetrieb erfolgt der Antrieb über die Vorderachse, bei Bedarf wird die Hinterachse zugeschaltet.
Unterschied zu permanenten Allradsystemen
- Im Gegensatz zu permanenten Systemen wie dem Quattro von Audi oder dem 4Matic von Mercedes arbeitet ALL4 nicht dauerhaft mit allen vier Rädern – das spart Kraftstoff, wenn keine Traktion nötig ist.
- Die Reaktionszeit der Lamellenkupplung liegt im Millisekundenbereich, sodass der Allradantrieb praktisch unverzögert zur Verfügung steht.
Der ALL4 ist kein Offroad-System, sondern ein intelligenter Traktionshelfer für den Alltag. Er priorisiert Effizienz, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen.
Was das bedeutet: Für den typischen Countryman-Käufer ist der ALL4 ein Kompromiss zwischen Spritsparen und Allradsicherheit – ein System, das sich im Hintergrund hält, bis es gebraucht wird.
Was ist der Unterschied zwischen Mini Countryman SE ALL4 und S ALL4?
Zwei Allradvarianten, zwei Antriebskonzepte – der S ALL4 mit reinem Verbrenner und der SE ALL4 als Plug-in-Hybrid. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.
| Merkmal | Cooper S ALL4 | Cooper SE ALL4 |
|---|---|---|
| Motor | 2,0-Liter-Turbobenziner | 1,5-Liter-Turbobenziner + Elektromotor |
| Systemleistung | 241 PS | 220 PS (System) |
| Drehmoment | 400 Nm | 385 Nm (System) |
| Antriebsstrang | Verbrenner an allen vier Rädern | Verbrenner vorne, E-Motor hinten |
| Elektrische Reichweite | – | ca. 40–50 km (WLTP) |
| CO2-Ausstoß (kombiniert) | ab 150 g/km | ab 30 g/km |
| Anschaffungspreis (ca.) | ab 45.000 € | ab 50.000 € |
Der SE ALL4 ist in der Anschaffung teurer, aber im Betrieb günstiger bei kurzen Strecken. Der S ALL4 punktet mit mehr Leistung und unbegrenzter Reichweite.
Welche Baujahre sollte man beim Mini Countryman meiden?
Bekannte Probleme der ersten Generation (2011–2016)
- Modelle von 2011 bis 2013 haben gehäuft Probleme mit der Kupplung und dem Getriebe (auto motor und sport Datenblatt zum Countryman).
- Die Modellpflege ab 2014 behebt viele Schwachstellen – Fahrzeuge ab 2014 gelten als deutlich zuverlässiger.
Probleme der zweiten Generation (2017–2023)
- Ab 2017 gilt die zweite Generation als zuverlässiger, jedoch gibt es vereinzelte Berichte über Turbolader-Probleme (Angurten Modellübersicht Countryman II).
- Die Elektronik (Infotainment, Steuergeräte) zeigt gelegentlich Aussetzer.
Gebrauchtkäufer sollten Modelle ab Baujahr 2014 bevorzugen – die ersten drei Jahre der ersten Generation meiden. Bei der zweiten Generation sind Fahrzeuge ab 2019 am ausgereiftesten.
Der Trade-off: Ältere Modelle sind günstiger, aber das Risiko von Reparaturkosten ist höher. Ein Fahrzeug mit Servicehistorie und nachgewiesener Wartung ist die sicherere Wahl.
Welcher Mini Cooper ist am besten?
Empfehlung nach Fahrprofil
- Der Mini Cooper S ALL4 bietet die beste Balance aus Leistung, Alltagstauglichkeit und Fahrspaß.
- Für Vielfahrer ist der Diesel Mini Cooper D ALL4 eine Alternative mit niedrigerem Verbrauch.
- Der John Cooper Works ALL4 ist die leistungsstärkste, aber auch teuerste Variante.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
- Der Cooper S ALL4 bietet die meisten PS pro Euro – der Aufpreis zum Cooper (Frontantrieb) ist moderat.
- Der SE ALL4 lohnt sich nur bei hohem Elektroanteil und Förderung.
Der zuverlässigste Mini Cooper
- Laut ADAC-Pannenstatistik schneiden Modelle ab 2017 gut ab – der S ALL4 ist hier eine solide Wahl.
- Der Cooper D (Diesel) gilt als besonders langlebig, sofern er regelmäßig gefahren wird.
Der Cooper S ALL4 ist der Allrounder – er vereint Fahrspaß, Alltagstauglichkeit und Allradsicherheit in einem Paket. Für wenige Euro mehr als der Fronttriebler bekommt man ein Auto, das in jeder Jahreszeit eine gute Figur macht.
Bestätigte Fakten vs. Was unklar ist
Bestätigte Fakten
- Der Mini Countryman S ALL4 hat 241 PS und ein Drehmoment von 400 Nm (Edmunds US-Marktübersicht zum 2026er Countryman).
- Das ALL4-System ist ein bedarfsgesteuerter Allradantrieb (Motor1 Deutschland Fahrbericht zum Countryman ALL4).
- Modelle der Baujahre 2011–2013 haben gehäuft Getriebeprobleme (auto motor und sport Testdatenblatt).
Was unklar ist
- Die genauen Wartungskosten des ALL4-Systems im Vergleich zum Frontantrieb sind herstellerunabhängig schwer zu beziffern.
- Die reale elektrische Reichweite des SE ALL4 variiert stark je nach Fahrweise und Außentemperatur.
Stimmen zum Mini Countryman ALL4
„Der ALL4-Antrieb definiert Allrad neu – er verbindet die Agilität eines Fronttrieblers mit der Traktion eines Allradlers.“
John Clark Motor Group (Mini-Händler)
„Der Countryman Cooper S ALL4 von 2017 war der erste richtige Crossover von Mini – ein Go-Kart auf Stelzen mit Allrad.“
Motoringfile.com (Fachblog)
„Mit 241 PS und 400 Nm ist der aktuelle S ALL4 der stärkste Countryman, den Mini je gebaut hat.“
Mini USA (Herstellerangabe)
Für Käufer in Deutschland, die häufig auf winterlichen Straßen oder im ländlichen Raum unterwegs sind, ist der ALL4 eine klare Empfehlung – der Mehrverbrauch wird durch die zusätzliche Sicherheit mehr als ausgeglichen. Wer dagegen hauptsächlich in der Stadt fährt, spart mit dem Frontantrieb bares Geld und Gewicht. Die Entscheidung hängt vom Fahrprofil ab: Der S ALL4 ist ein hervorragender Ganzjahresbegleiter, kein reines Statussymbol.
ultimatespecs.com, angurten.de, sueddeutsche.de, edmunds.com
Häufig gestellte Fragen
Ist der Mini ALL4 wintertauglich?
Ja, der ALL4 bietet deutlich bessere Traktion auf Schnee und Eis als der Frontantrieb. Mit Winterreifen ist er ein zuverlässiges Winterfahrzeug.
Wie zuverlässig ist der Mini Countryman ALL4?
Die zweite Generation (ab 2017) gilt als zuverlässig. Modelle der ersten Generation (2011–2013) haben gehäuft Getriebeprobleme.
Wie hoch ist der Wertverlust eines Mini Countryman S ALL4?
Der Wertverlust liegt in den ersten drei Jahren bei etwa 30–40 %, was für die Kompakt-SUV-Klasse typisch ist. Der ALL4 hält den Wert etwas besser als der Frontantrieb.
Welcher Reifendruck ist für den Mini Countryman ALL4 empfohlen?
Der Hersteller empfiehlt 2,2–2,5 bar vorne und 2,4–2,8 bar hinten (je nach Beladung). Die genauen Werte stehen im Tankdeckel.
Kann man den Mini Countryman ALL4 abschleppen?
Ja, der ALL4 ist abschleppbar. Bei einem Defekt muss das Fahrzeug mit allen vier Rädern auf einem Abschleppwagen transportiert werden, um Schäden am Allradsystem zu vermeiden.